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WECHSELJAHRE BESCHWERDEN LINDERUNG UND PRÄVENTION

Die Beschwerden während den Wechseljahren kommen durch den relativ schnell fortschreitenden Abfall der Hormone, insbesondere des Östrogenspiegels zustande.

Ein Drittel der Frauen klagt über starke Wechseljahrbeschwerden mit echtem Krankheitswert. Die Dauer dieser Symptome ist sehr unterschiedlich und kann zwischen einigen Monaten und vielen Jahren liegen.

Das Versiegen der Hormonproduktion ist zwar ein altersbedingt „normaler“ Prozess, kann aber nach der Menopause die Lebensqualität der Frau stark beinträchtigen und das Erkrankungsrisiko erhöhen. Da diese Leiden erst Jahre nach den Wechseljahren in Erscheinung treten, besteht ein ausreichendes Zeitfenster und damit eine ideale Möglichkeit präventive Massnahmen entgegen zu nehmen.  

Linderung von Beschwerden in der Monopause Zeit, und als Prävention:

Seit hunderten von Jahren werden in verschiedene Traditionen auf der ganzen Welt, zur Linderung von Beschwerden in der monopause, Kräuter verwendet. Die Symptome sind von Frau zu Frau sehr individuell. In den meisten Fällen gehören dazu Hitzewallungen, Nachtschweiss, beschleunigter Puls, emotionale Symptome, Gewichtszunahme und mehr.

Hier sind ein Paar der wirksamsten Heilpflanzen zur Behandlung von Symptomen der Menopause:

Der Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Vitex in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

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(Aus der Wikipedia)
Er wird in der Umgangssprache auch Keuschbaum, Keuschlamm oder Liebfrauenbettstroh genannt, weil er angeblich den Geschlechtstrieb abschwächt. Das spiegelt sich auch im wissenschaftlichen Namen wider: lateinisch 
agnus bzw. altgriechisch ἁγνός ‚Lamm‘, und lat. castus ‚keusch‘.

Der Mönchspfeffer wird heute in der Naturheilkunde vor allem beim prämenstruellen Syndrom, bei Zyklusstörungen und unerfülltem Kinderwunsch eingesetzt.

Wirkungsmechanismus
Es wird angenommen, dass einige Stoffe, die in der Pflanze gefunden wurden, Einfluss auf die Hypophyse haben. Das könnte den Effekt auf den Hormonhaushalt erklären.

Eine Studie hat gezeigt, dass Inhaltsstoffe des Mönchspfeffers am Opioidrezeptor binden. Diese Tatsache könnte dafür verantwortlich sein, dass Mönchspfeffer Beschwerden des Prämenstruellen Syndroms lindert. 

Der Wirkungsmechanismus ist noch nicht vollkommen verstanden. In geringeren Dosen, wie sie in vergangenen Jahrhunderten zur Unterdrückung des sexuellen Verlangens eingesetzt wurden, hemmt Mönchspfeffer die Aktivierung der Dopamin-2-Rezeptoren über kompetitive Bindung, was zu einem leichten Anstieg der Prolaktinfreisetzung führt.

In höheren Konzentrationen ist die Bindungsaktivität ausreichend, um die Freisetzung von Prolaktin zu verringern. Eine Studie hat herausgefunden, dass die Behandlung 20 gesunder Männer mit höheren Mönchspfeffer-Dosen mit einem leicht gesenkten Prolaktinspiegel einhergegangen sind, niedrigere Dosen aber im Vergleich zu Placebos induzierten einen leichten Anstieg. Die wirksamen Substanzen sind vermutlich Diterpene mit Dopamin-analoger Wirkung mit hemmender Wirkung auf das Hormon Proletin. Eine Senkung der Prolaktins beeinflusst den FSH (Follikelstimulierendes Hormon)- und Östrogenspiegel im weiblichen Körper.

Über die Wirkung auf den Prolaktinspiegel ist eine Senkung des Testosteron-Spiegels bei Männern als Wirkung plausibel, die sich auf Libido und Spermienproduktion auswirken kann. Über diesen Wirkungsweg ist die seit der Antike berichtete Wirkung als Anaphrodisiakum erklärbar.

Medizinische Verwendung
Mönchspfeffer ist eine Heilpflanze, deren Früchte (Agni casti fructus) zur Behandlung des Prämenstruellen Syndroms eingesetzt werden kann. Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe sind bizyklische Diterpene, Iridoidglykoside, lipophile Flavonoide, Triglyceride, Öl- und Linolsäure sowie ätherisches Öl.

Mönchspfeffer fördert die Hormonregulation bei unregelmässigem Zyklus. Getestet wurde u. a. die Wirkung bei Mastodynie. Hierbei zeigte sich unter Behandlung mit Agnus-Castus-Präparaten eine Besserung der prämenstruellen Mastodynie, welche wahrscheinlich dem Ansteigen des Progesteronspiegels geschuldet ist. Da Mönchspfeffer die Bildung des Gelbkörperhormons fördert, werden die entsprechenden Arzneimittel mit zum Teil belegbaren Erfolgen auch bei Unfruchtbarkeit infolge von Gelbkörperschwäche oder erhöhten Gelbkörperspiegeln angewendet. Eingesetzt wird industriell hergestellter und standardisierter Extrakt, der kontinuierlich während des gesamten Menstruationszyklus eingenommen wird. Als Nebenwirkung kann es zu Juckreiz kommen. Durch die gestagenartige Wirkung verlängert sich häufig die Follikularphase, sodass der Nutzen bei verlängerten Zyklen fraglich ist.

Ausserdem wurde eine vertreibende Wirkung (als Repellent) gegen Zecken und andere blutsaugende Arthropoden nachgewiesen.

Ausnahmen!

In der Schwangerschaft sollte Mönchspfeffer aufgrund möglicher Komplikationen nicht eingenommen werden. Junge Mädchen und stillende Frauen sollten ebenfalls keinen Mönchspfefferextrakt einnehmen. Frauen mit Krankheiten, deren Verlauf von Geschlechtshormonen beeinflusst werden kann, wie Brustkrebs und Tumoren der Hirnanhangdrüse, dürfen Mönchspfefferextrakt nicht einnehmen.

 

Salbei (Salvia officinalis) -

Der Echte Salbei (Salvia officinalis) zählt zu einem der ältesten bekannten Heilpflanzen überhaupt. Bereits in der Antike und im Mittelalter war er so berühmt, dass zeitweise nur vertraute Menschen mit dem Sammeln des Krauts beauftragt wurden. Auch heute findet der Salbei bei vielen Beschwerden Anwendung. Ausserdem ist er ein bekanntes und beliebtes Gewürzkraut der mediterranen Küche und wird u.a. für Saltimbocca, Entrecote oder Antipasti verwendet.

Ein allgemein stärkendes Kraut, das die Absorptionsprozesse im Verdauungssystem verbessert und den peripheren Blutfluss verbessert. Salbei hilft bei Hitzewallungen, besonders bei Nachtschweiss. Eine wichtige Pflanze für die allgemeine Balance und körperliche Unterstützung während der Menopause. Die Verwendung von Salbei eignet sich auch für Zustände mit mentaler Schwäche und Müdigkeit, welche für die Menopause typisch sind, indem das Multisystem des Systems gestärkt wird.

 

EISENKRAUT (VERBENA OFFICINALIS)

      

Das Eisenkraut, welches auch gern als Echtes Eisenkraut (verbena officinalis) bezeichnet wird, ist ebenso als Taubenkraut, Sagenkraut, Katzenblutkraut oder Wunschkraut bekannt. Die Pflanze gehört zur Gattung der Verbenen und ist als Heilpflanze bedeutend.

Es ist eine der vollständigsten und nützlichsten Pflanzen in der Kräutermedizin, in Bezug auf die breite Wirkung auf die meisten Systeme im Körper. Es ist eine gemeinsame israelische Pflanze, die weltweit für medizinische Zwecke bekannt ist, hauptsächlich aufgrund ihrer Aktivität im Nervensystem. Hurevana wirkt im Allgemeinen, um physiologische und metabolische Prozesse im Körper zu beruhigen und feinabzustimmen. Es ist eine wichtige Pflanze für die Behandlung von mentalen Aspekten der Menopause, für Situationen von Stress, begleitet von Kopfschmerzen, Migräne, Schlafstörungen, Angstzuständen, Depressionen und allgemeiner Steifheit im Körper.

Die Bitterstoffe, die im Eisenkraut enthalten sind, haben eine zusätzlich förderliche Wirkung. Sie kurbeln die Verdauung an und können bei Magenbeschwerden zum Einsatz kommen. Auch bei Durchfall oder Leberschwäche konnte das Eisenkraut bereits behilflich sein und erleichtert zudem Menstruationsbeschwerden und soll zur Erleichterung bei der Geburt dienlich sein. Aus diesem Grund ist der Genuss von Eisenkraut während der Schwangerschaft nicht ratsam, um frühzeitige Wehen zu vermeiden. Während der Stillzeit hingegen kann Eisenkraut den Milchfluss stimulieren.

weitere Info:
MÜDIGKEIT, SCHMERZEN UND MAGEN-DARM-PROBLEMEN

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